Gemeinde "St. Josef im Vosseberg"
Papenburg

Gemeinde "St. Josef im Vosseberg" • Papenburg

Rituale im Gottesdienst

Haltungen im Gottesdienst

Als ich noch Kind war, war ich eifrig bestrebt, im Gottesdienst es so zu machen wie alle anderen. Nie wusste ich, wann ich knien, stehen oder sitzen sollte/durfte geschweige denn, warum….
Heute weiß ich, wann ich was zu tun haben. Aber noch immer merke ich bei bestimmten Übergängen ein Zögern der Gemeinde – wie, dass man eben wartet, was die anderen tun. Es hilft, aufmerksam zu sein.

Knien
Das Knien ist ein Zeichen der Verehrung und der Anbetung. Ich mache mich klein vor Gott! Im Hochgebet, wo es um das letzte Abendmahl geht, bevor er verraten wird, kniet, wer es kann, um diese Demut und Verehrung vor einem der größten Geheimnisse unseres Glaubens körperlich auszudrücken.
Sitzen
Zuhören und Zuschauen kann man am besten entspannt im Sitzen, in einer Haltung der Ruhe.
So sitzen wir bei der Lesung und der Predigt. Man lässt die Bibeltexte auf sich wirken und denkt darüber nach, auch über das, was in der Predigt gesagt wird.

Stehen
Gott erscheint dem Propheten Ezechiel, der sich auf den Boden wirft. Gott sagt zu ihm: Steh auf, ich will mit dir reden!
Das ist der Grund, warum wir in der Regel stehen, wenn wir beten, also mit Gott reden oder er mit uns. Die äußere Haltung drückt die innere Einstellung aus: wir können zu Gott stehen, weil Gott zu uns steht. Wir zeigen auch, dass Gott uns als „Freunde“ sieht, nicht als „Diener“.
Er richtet uns auf, wir sind frei, ihm von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, mit Rückgrat. Geerdet, mit beiden Beinen auf dem Boden stehend.
(Elisabeth Burfeind)

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