Gemeinde "St. Josef im Vosseberg"
Papenburg

Gemeinde "St. Josef im Vosseberg" • Papenburg

Die Taufe

Die Taufe beinhaltet verschiedene Aspekte

Sie ist das "Eingangstor" zur Kirche. Ohne sie können keine weiteren Sakramente empfangen werden.
Sie ist Eingliederung in die Gemeinschaft der Gläubigen.
Sie eröffnet die Zugehörigkeit zu Christus.
Sie bringt das uneingeschränkte Ja Gottes zum Menschen zum Ausdruck.
Sie bedeutet (Selbst-)Verpflichtung für den Täufling bzw. seine Eltern und Paten.
Sie ist "Sakrament", d.h. sie bringt zeichenhaft und leiblich zum Ausdruck, was im Geist geschieht.
Sie markiert den Beginn des geisterfüllten Lebens des Menschen: Gott in mir.

Viele Mütter und Väter lassen ihr Kind nicht mehr taufen; manchmal wollen sie ihrem heranwachsenden Kind die Entscheidung selbst überlassen (was nicht immer heißt, dass sie es nicht religiös erziehen).
Für manche stellt sich die Frage nach der Taufe dann erneut, wenn viele Altergenossen der Kinder zur Erstkommunion gehen. Für einige mag auch ohne einen solchen Anlass im Laufe der Zeit ein Interesse am Christentum und der Glaubensgemeinschaft der Kirche erwachen. Als ungetaufte jugendliche oder erwachsene Menschen suchen sie Kontakt zur Kirche und wollen ihr möglicherweise auch angehören.
Die Zugangswege zur Taufe sind deshalb sinnvoller Weise unterschiedlich gestaltet, je nach Lebenssituation.

Wer sein Kleinkind taufen lassen möchte, tut dies als Mutter und/oder Vater in stellvertretender Verantwortung für das Kind. Dies schließt die Bereitschaft ein, dem Kind den Weg in die Glaubensgemeinschaft der Kirche zu bahnen.
Wer als älteres Kind, vor allem aber als jugendlicher oder erwachsener Mensch getauft werden will, tut dies aus persönlicher Lebensgestaltung heraus. Eine solche Taufe will dann auch eine andere Vorbereitung.

Die Taufe ist das Sakrament des neuen, des christlichen Lebens. Das Wasser, mit dem der Täufling übergossen wird, bedeutet Leben und Reinigung.
"Taufe" kommt von "Tauchen". In der frühen Kirche wurde die Taufe durch Untertauchen gespendet, um vollständige Reinigung und Neubeginn zu symbolisieren, und: Wie Jesus gestorben ist, so wird der Mensch in der Taufe zu neuem Leben erweckt, aus der tödlichen Verstrickung in (Erb-) Sünde befreit.Die Taufe ist die feierliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen, der Kirche. Sie verbindet nicht nur mit Christus, sondern auch mit allen, die an ihn glauben. Wie der einzelne Mensch der Gemeinschaft bedarf, so ist auch der einzelne Christ auf den Zusammenhalt der Gläubigen angewiesen. Dem Menschen wird geholfen, im Vertrauen auf Gott in dieser Welt frei und zuversichtlich zu leben.
Durch die Taufe gehört man zur Gemeinschaft der Heiligen. Ein katholischer Brauch, der daran und an den Tag der Taufe erinnert, ist die Feier des Namenstages am Tag des Namenspatrons.

Erste Ansprechadresse für Taufen ist die Pfarrei des Wohnortes.
Organisatorisches:

Wo melde ich eine Taufe an und welche Unterlagen werden benötigt ?

Die Anmeldung zur Taufe und die Vereinbarung eines Tauftermins erfolgt im Pfarrbüro (Tel. 04961/72211 - Grader Weg 66, Papenburg). Bei der Anmeldung bringen Sie bitte eine Geburtsbescheinigung für religiöse Zwecke, ausgestellt durch das Standesamt des Geburtsortes des Täuflings, mit.

Welche Vorbereitungen gehen einer Taufe voraus ?

Etwa vierzehn Tage vor der Taufe führt der Pfarrer ein Taufgespräch. Darin wird die Taufe vorbereitet.

Welche Bedeutung hat die Taufkerze ?

Die Taufkerze wird während der Tauffeier an der Osterkerze entzündet. Ihr Licht soll Symbol für die Beziehung zu Gott und den Menschen sein. Der Täufling nimmt die Taufkerze mit nach Hause, sie dient als Erinnerung an seine Taufe. Zu besonderen Anlässen (z. B. Kinderkommunion) wird sie entzündet.

Das Chrisam

Die Salbung mit Chrisam bedeutet, dass jeder Mensch zu jeder Zeit eine bedeutsame Person ist, weil von Gott geliebt.

Das Taufkleid

Das weiße Taufkleid gilt als Sinnbild für den Beginn eines neuen Lebens. Die Farbe Weiß symbolisiert u.a. das Gewand Jesu am Tage seiner Verklärung, sowie die Farbe der Auferstehung. In vielen Familien wird das Taufkleid von Generation zu Generation vererbt.

Die Paten

Wenn Sie Pate bei einer katholischen Taufe werden wollen, müssen Sie im Regelfall katholisch sein und dies gegebenenfalls mit einem Taufschein ausweisen. Den Taufschein erhalten Sie auf Anfrage von Ihrer eigenen Taufgemeinde. Außerdem müssen Sie älter als 16 Jahre alt sein, und weder durch Lebensführung noch durch kirchliche Hindernisse (etwa bei Kirchenaustritt) daran gehindert sein, die dem Patenamt eigenen Pflichten zu übernehmen.

Unsere Buchtipps zum Thema Taufe:
Pierre Stutz: Du bist einzigartig. Taufbuch für Eltern, Patin und Pate.
Willi Hoffsümmer: Geschichten zur Taufe.
Petra Gaidetzka: Gott liebt dieses Kind. Ein Geschenk zur Taufe.